Künftige Gemeindestruktur:
Zwei Kirchengemeinden für Dülmen
Die Entscheidung ist gefallen. Es wird in Dülmen zukünftig nur noch zwei Pfarreien geben. Bis zum Jahr 2015 sollen die Kirchengemeinden die Fusion umsetzen.
Es wird dann zwei ca. gleich große
Kirchengemeinden geben.
Eine
Kirchengemeinde wird aus den Pfarrgemeinden
St. Pankratius,
St.
Georg und
Hl. Kreuz
mit 15.200 Gemeindemitgliedern zusammengeführt.
Die zweite Kirchengemeinde wird aus den Pfarrgemeinden
St.
Agatha,
St. Jakobus,
St. Joseph,
St. Antonius,
St. Viktor und
St. Mauritius
mit 16.300 Gemeindemitglieder
zusammengeführt.
Zwei katholische Pfarreien auf dem Stadtgebiet Dülmen, so hat der Bischof nun entschieden.
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,
unser Diözesanbischof Dr. Felix Genn
hat nicht allein entschieden. Acht von
neun Pfarreien, vertreten durch ihre Gremien
Pfarrgemeinderat / Seelsorgerat und
Kirchenvorstand, haben nach einem längeren
Dialogprozess dem Bischof vorgeschlagen,
eine erste Pfarrei aus St. Georg,
Hiddingsel, Hl. Kreuz, Dülmen und St.
Pankratius, Buldern, zu bilden und die
zweite Pfarrei aus den anderen Pfarreien
der Stadt Dülmen. Der Bischof hat diesen
Vorschlag in Münster beraten und angenommen.
Am Mittwoch, den 8. Februar
2012, hat er seine Entscheidung den versammelten
Gremien durch Weihbischof
Dieter Gerlings ausrichten lassen.
Es war ein langer Prozess, der seine Spuren
hinterlassen hat. Zuerst möchte ich
persönlich sagen, dass ich im vergangenen
Jahr viele engagierte Frauen und
Männer in unseren Gremien erlebt habe.
Sie sind von Gemeindemitgliedern gewählt
und alle haben versucht, im Sinne
der jeweiligen Gemeinde zu denken und
zu handeln. Dass es dabei unterschiedliche
Meinungen gegeben hat und gibt,
finde ich ganz normal. Aber keiner ist
dem anderen aus dem Weg gegangen und
keiner hat seine Meinung „hinterm Berg
halten“ müssen. Wenn auch nicht alle
zufrieden und viele Fragen offen geblieben
sind, so habe ich doch das Gefühl,
dass wir nun positiv nach vorne schauen
dürfen.
Wir können aus dieser neuen Pfarrei etwas machen. Wir dürfen christliches
Leben gestalten und dadurch den
Menschen Hoffnung und Zuversicht
schenken.
Dieser Auftrag bleibt, ganz egal wie die
Grenzen sind. Vielleicht finden wir wieder
zu unseren Wurzeln. In der Apostelgeschichte
heißt es:
„Keiner nannte etwas
von dem, was er hatte, sein Eigentum,
sondern sie hatten alles gemeinsam“
(Apg 4,32) Und im Brief an die
Galater schreibt Paulus: „Deshalb wollen
wir, solange wir noch Zeit haben, allen
Menschen Gutes tun, besonders aber denen,
die mit uns im Glauben verbunden
sind.“
Pfarrer Ferdinand Hempelmann

